Überwachungsmangel heute

Worüber ich heute berichten möchte war ein echter Schocker nicht nur für mich, sondern auch für den ÖAMTC (Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club). 50 Rastplätze wurden von diesem Club in 16 europäischen Länder geprüft. Die Service- und Sicherheitskriterien spielten dabei die größte Rolle. Für Fahrer, die lange nur den Autobahn gesehen haben sind diese Rastplätze wie kleine Oasen. Hier können sie ihre Knochen ausstrecken, frisches Luft atmen und mit anderen kommunizieren. Kommen sie aber zu einem ungepflegten und düsteren Rastplatz, können sie der Erholung Lebewohl sagen. Schmutzige Toiletten und maskierte Typen die in ihren Abwesenheit die Ladung durchwühlen oder stehlen sind keine Erholungsfaktoren.

Man würde denken, in diesen Zeiten, wo fast jeder die Emails anderer heimlich mitlesen kann oder wo Sicherheitskameras uns auf unseren Weg zu Arbeit beobachten, da werden auch diese Gottverlassene Anlagen überwacht. So, mitten auf der Wiese würde sich doch jeder auf eine diese Zeichen der Sicherheit und Schutz freuen. Die Wirklichkeit sieht leider ganz anders aus.

Angeblich entseht ein Schaden in Höhe von 8,2 Miliarden Euro pro Jahr. Die meisten Rastplätze kümmern sich kaum um die Sicherheit der Lkw-Fahrer. Keine Absperrungen oder Zäune werden errichtet, die Kameraüberwachung spielt absolut keine Rolle und die Beleuchtung bei Nacht wird auch oft vermeidet. Da es keine Kontrollen bei Ein- und Ausfahren gibt, können Diebe oder Räuber ganz einfach zu den Wagen kommen. Der Service lässt auch zum Wünschen übrig. Laut der ÖAMTC kamen nur zwei Testsieger hervor, eine italienische und eine englische Firma. Beide verfügten über die nötigen Sicherheitsmaßnahmen, sowie einen ruhigen Restaurant, saubere Toiletten und einen Shop, der geeignet für Lkw- Fahrer ist.

Da dieser Club ein österreichischer Club ist, waren die Mitglieder mit den heimatlichen Zustand nicht zufrieden, also haben sie einige Forderungen gesammelt, die meiner Meinung nach auch in Deutschland so gut wie möglich verwirklicht werden sollten. Gründliche Überwachungssysteme sowie die Möglichkeit sich den Parkplatz via Internet zu reservieren sind nur zwei dieser Forderungen.

Es ist wirklich erstaunlich zu sehen wie man die Technick falsch benutzen kann. Während ein alter Mann die Schlafzimmern seiner Pension-Gäste mit versteckten Kameras beobachtet, oder Sportler mit SpyCams ihren Tricks aufnehemen, bleiben die Lkw-Fahrer ganz vopn der Ausenwelt ausgeschlossen. Man sollte eher solche öffentliche Anlagen überwachen, anstatt so viel Energie und Geld in der Überwachung der Mitarbeiter stecken. Eine große Firma zu schützen ist schwer, aber einsame, müde Fahrer vor nächtlichen Angriffe zu schützen sollte unser Pflicht sein. Die Cams müssen in erster Linie für die Sicherheit der Menschen benutzt werden. Nur wenn die gesichert ist, kann das Spionieren kommen.

Quelle: wien-heute.at

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